Die Cistrose gehört zu den Zistrosengewächsen.
Botanisch heißt die Cistrose Cistus incanus ssp. tauricus. 'Incanus' bedeutet grau und meint sicherlich die leicht behaarten und etwas gräulich wirkenden
Blätter der Cistrose, 'ssp.' ist die Abkürzung für Subspezies, also eine Unterart, 'Tauricus' ist ein alter Name der Krim.
Heimisch ist der kleine Strauch rund um das Mittelmeer.
Er wächst auf kalkhaltigen und magnesiumhaltigen Böden und wurde früher ausschließlich wild gesammelt.
Der Gehalt an Harzen ist kurz vor der Blüte am größten und somit der ideale Sammelzeitpunkt. Die beste Tageszeit sind die Morgenstunden, wenn der Tau getrocknet ist und die Sonne noch nicht ihre volle Kraft hat.
In unseren Gärten möchte die griechische Bergrose einen vollsonnigen Platz in sandiger Gartenerde. Sie verträgt sich gut mit anderen mediterranen Pflanzen wie Lavendel und Thymian.
Am Naturstandort ist sie in trockenen Heidegesellschaften zu finden. Sie wächst recht langsam und erreicht eine Höhe von 80cm.
Die Blüten erscheinen im Juni und sind meistens kräftig rosa gefärbt. Sie sehen aus, als ob man sie zusammen geknüllt und wieder auseinander gefaltet hätte.
Hat die Pflanze sich an einen Standort im Garten gewöhnt, ist sie ausgesprochen blühfreudig. In regenreichen kalten Sommern kann es allerdings sein, dass sie die Blüte verweigert.
In unseren Gärten erträgt Cistus incanus Temperaturen um -10°C. Mit etwas Winterschutz kann die Pflanze also gut draußen überwintern.
Alternativ kann man sie auch in einem kühlen Raum um die 10°C und hell über den Winter bringen.
Steht sie im Winter drinnen zu warm,
ist die Gefahr groß, das sie von Schädlingen befallen wird.